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2 Min. LesezeitEinführungRatgeber

Fünf Fehler bei der Einführung von Unternehmenssoftware

Eine Einführung scheitert selten an der Software. Hier steht, was wirklich schiefgeht — und wie man es vermeidet.

Wir haben genug Einführungen begleitet, um ein Muster zu erkennen. Wenn ein Projekt hängt, ist die Ursache fast nie technisch.

1. Alles geht gleichzeitig live

Das Unternehmen beschließt, zum Monatsersten Finanzen, Lager, Produktion und Lohn auf einmal umzustellen. Alle lernen alles gleichzeitig, Fehler überlagern sich, und niemand weiß, welches Modul die Ursache war.

Besser: mit dem beginnen, was am meisten bringt — meist Lager und Verkauf. Der Rest kommt dazu, sobald der erste Teil ohne Nachdenken läuft.

2. Altdaten werden ungereinigt übernommen

Ein Artikelstamm mit 4.000 Positionen, von denen 1.200 nicht mehr verkauft werden, drei Versionen desselben Kunden und Partner ohne Steuernummer. Übernehmen Sie das unverändert, haben Sie dasselbe Durcheinander in einem neuen Programm.

Besser: Stammdaten vor der Migration durchgehen. Das macht keinen Spaß, aber man macht es einmal.

3. Geschult wird „das Unternehmen”, nicht die Rollen

Alle sitzen zwei Stunden im selben Raum und hören eine Tour durch das ganze System. Der Vertrieb hört von Abschreibungen, die Buchhaltung von Kassenschichten, und niemand behält seinen eigenen Teil.

Besser: kurze Schulungen nach Rollen. Lager lernt Eingang und Ausgang, Vertrieb Angebot und Rechnung, Geschäftsführung die Auswertungen.

4. Niemand darf entscheiden

Eine Frage kommt auf — „führen wir Rabatte je Kunde oder je Gruppe?” — und das Projekt steht, bis sich alle einig sind. Ohne eine entscheidungsbefugte Person kostet jede solche Frage eine Woche.

Besser: Benennen Sie eine Person im Unternehmen, die Prozessentscheidungen trifft und Zeit für das Projekt hat.

5. Der Parallelbetrieb zieht sich

„Wir fahren ein, zwei Monate beide Systeme, sicherheitshalber.” Das Ergebnis ist doppelte Arbeit, die Leute rutschen ins alte Programm zurück, und das neue wird nie real.

Besser: kurze Überlappung, klares Umstellungsdatum und verstärkter Support in der ersten Woche.

Was wirklich hilft

Ein realistischer Termin, eine verantwortliche Person, bereinigte Daten und rollenbasierte Schulung. Alle vier liegen auf Kundenseite — und genau deshalb lohnt es sich, sie vor der Unterschrift zu vereinbaren, nicht danach.

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